Der Play:3 ist der mittlere von drei WLAN-Lautsprechern aus dem Hause Sonos. Was ihn auszeichnet, sind seine kompakten Maße, eine zurückhaltende Optik und eine klangliche Leistung, die man ihm aufgrund der geringen Größe nicht unbedingt zutrauen würde. Die wichtigsten Informationen sowie unseren persönlichen Eindruck verraten wir im folgenden Testbericht.

Optik und Verarbeitung des Play:3

Sonos mag es schlicht und unaufdringlich: geradliniges Design, wenige Bedienelemente und kein unnötiger Schnickschnack. Dementsprechend präsentiert sich auch der Play:3 sehr reduziert, aber nichtsdestotrotz gutaussehend. Mit seinem Lautsprechergitter und dem mittig angebrachten Sonos-Logo fügt er sich mühelos in jede moderne Einrichtung ein. Wie die beiden Geschwister-Boxen ist auch dieses Modell in Weiß und Schwarz erhältlich.

Oben finden sich die Bedienelemente, und zwar ein Kippschalter zur Lautstärkeregulierung sowie eine “Stummtaste” für Play und Pause. Dazwischen sitzt noch eine Kontroll-LED. An der Verarbeitung gibt es nichts auszusetzen, alles sieht absolut hochwertig aus und fühlt sich ebenso an. Nach Belieben kann man den Speaker horizontal oder vertikal aufstellen. Der Sound bleibt davon unbeeinträchtigt, denn er wird vom Gerät angepasst. Zusätzlich ist ein Gewinde für die Wandaufhängung vorhanden.

Daten und Fakten zum Play:3

Mit einem Gewicht von 2,6 kg ist der Funklautsprecher wesentlich leichter als der Play:5 und ein dreiviertel Kilogramm schwerer als der kleine Play:1. Er misst 13,2 cm x 26,8 cm x 16 cm. Mit diesen Abmessungen findet er an vielen Stellen Platz, ob im Regal, auf dem Schreibtisch oder Nachttisch. Den Klang erzeugen ein Hochtöner, zwei Tiefmitteltöner sowie ein Bassstrahler. Jeder der drei Treiber besitzt seinen eigenen digitalen Klasse-D-Verstärker. Ähnlich wie beim Design übt sich Sonos auch bei den Anschlüssen in Zurückhaltung. Auf der Rückseite findet sich neben dem Stromanschluss lediglich ein Ethernet-Port.

Besonders für Nutzer von Streamingdiensten ist ein WLAN-Lautsprecher wie der Play:3 interessant. Was die Anzahl der zur Verfügung stehenden Dienste angeht, ist Sonos der Konkurrenz eindeutig überlegen. Die ganz großen Namen sind dort ebenso vertreten wie kleinere, neue Anbieter. Mit dabei sind zum Beispiel Spotify, der Radioservice TuneIn, Amazon Music, Apple Music, Tidal und Deezer, um nur einige zu nennen. Natürlich kann man zum Musikhören auch auf seine eigenen Dateien zurückgreifen, wobei der Play:3 alle gängigen Audioformate wie MP3, WMA, iTunes Plus oder Apple Lossless unterstützt. Was die Nutzung über das WLAN betrifft, geht man mit dem separaten, verschlüsselten Netzwerk SonosNet auf Nummer sicher und stellt einen zuverlässigen Empfang sicher. Mit einem normalen 802.11b/g-Router funktioniert die Box aber ebenfalls. Als Teil der Sonos-Familie lässt sich der Play:3 beliebig erweitern; entweder mit einem zweiten seiner Art zu einem Stereopaar oder in Verbindung mit weiteren Sonos-Boxen zu einem Multiroom-Streaming-System. Die Möglichkeiten sind also überaus vielfältig.

Einrichtung und Nutzung des Play:3

Die Installation mithilfe der App erfolgt in wenigen Schritten, bei denen man dank hervorragender Anleitung überhaupt nichts falsch machen kann. Der Play:3 wird von der Software schnell gefunden und man selbst muss, abgesehen von ein paar simplen Eingaben, kaum etwas tun. Durch gleichzeitiges Drücken der Play- und der Lauter-Taste leitet man die Wireless-Einrichtung ein und binnen kürzester Zeit ist der Vorgang abgeschlossen. So easy wie der Einrichtungsprozess gestaltet sich auch die weitere Handhabung mit der App. Die Sonos-Software funktioniert vollkommen problemlos und ist sehr benutzerfreundlich gestaltet. Die elementaren Einstellungen, nämlich Lauter und Leiser sowie Play und Pause, können direkt am Speaker vorgenommen werden. Durch zweimaliges Drücken der Play- und Pausetaste kann man außerdem zum nächsten Song springen.

In der App findet sich ein Equalizer, mit dem sich der Sound den persönlichen Vorlieben gemäß verändern lässt. Doch damit nicht genug, mit dem Software-Feature Trueplay kann man den Klang der Play:3 sogar an die individuellen räumlichen Verhältnisse und den Standort anpassen. Das gelingt der App mithilfe des Mikrofons im iOS-Gerät. Bislang kommen nur Apple-User in den Genuss dieser Funktion. Möchte man das Trueplay Tuning vornehmen, bewegt man sich mit seinem Device durch den Raum und folgt den Anweisungen des zugehörigen Videos. Die App sammelt dabei alle wichtigen Informationen über die vorhandene Akustik. Das Ergebnis ist ein perfekt angepasster Sound. Besonders groß ist der Effekt, wenn der Play:3 nicht ganz frei steht.

Der Play:3-Sound

Wer dem verhältnismäßig kleinen Wireless Speaker klanglich nichts zugetraut hat, wird eines Besseren belehrt. Der Klang ist wirklich gut, sehr gut sogar. Die eingebauten Töner mit eigenen Verstärkern liefern erstaunliche Ergebnisse. Das Verhältnis zwischen hohen Frequenzen, Mitten und Bässen ist fein ausbalanciert, sodass alle Lagen präsent sind und der Sound insgesamt einfach angenehm ist. Lediglich die Bässe könnten für unseren Geschmack ein wenig kraftvoller sein. Wer darauf großen Wert legt, sollte die Play:5 in Betracht ziehen. Mit Stereo-Sound kann ein Play:3 selbstverständlich nicht aufwarten, mit einem zweiten erhält man aber ein einwandfreie Ergebnis.

Unser Fazit zum Play:3

Mit dem mittelgroßen WLAN Speaker aus der Sonos-Reihe sind wir vollauf zufrieden. Da die Hardware ebenso qualitativ hochwertig ist wie die Software und sich der Klang absolut sauber, ausgewogen und originalgetreu präsentiert, ist der Preis des Play:3 durchaus fair. In doppelter Ausführung als Stereo-Lautsprecher genutzt, ist das Hörerlebnis sogar noch besser und intensiver. Wir können den Play:3 daher guten Gewissens weiterempfehlen.