Der kleinste der drei Wireless Speaker von Sonos findet überall Platz. Er ist aber nicht nur erstaunlich klein, sondern klingt auch noch unglaublich gut. Wir haben den Play:1 einem ausgiebigen Test unterzogen.

Optik und Verarbeitung des Play:1

Wie bei Sonos üblich, fällt auch hier die Optik eher dezent aus. Wir finden den Look des Mini-Speakers jedoch überaus raffiniert. Das liegt eindeutig an dem Lautsprechergitter, das einmal rund um den gesamten Lautsprecher verläuft. Sehr gelungen! Bei der weißen Variante ist diese Abdeckung alufarben, beim schwarzen Modell hat sie einen dunkleren Graphit-Ton. Weiß beziehungsweise schwarz sind lediglich die Ober- und Unterseite; das Aluminiumgitter bestimmt die Optik des Lautsprechers also maßgeblich.

Die Kundenfotos auf der Sonos-Website veranschaulichen sehr schön, wie klein der Play:1 ist. Er kann zum Beispiel auf der Fensterbank stehen, auf der Ablage im Badezimmer, auf einem kleinen Beistelltisch oder einem schmalen Regalbrett. Der Feuchtigkeitsentwicklung im Badezimmer hält der Speaker übrigens mühelos stand. Die wenigen am Gerät vorhandenen Tasten befinden sich an der Oberseite. Dort kann man die Lautstärke einstellen, die Musik starten und stoppen und zum nächsten Song springen. Anders als die Geschwisterlautsprecher Play:3 und Play:5 kann der Play:1 ausschließlich vertikal aufgestellt werden. Ein Gewinde auf der Rückseite ermöglicht überdies die Aufhängung an der Wand.

Sonos Play:1 – Daten und Fakten

Der super kompakte WLAN Lautsprecher ist gut 16 cm hoch und je knapp 12 cm breit und tief. Dabei bringt er 1,85 kg auf die Waage. Für ein intensives Klangerlebnis sorgen zwei Töner, die beide über ihren eigenen Verstärker verfügen. Der Hochtöner kümmert sich um die höheren Tonlagen, der Tiefmitteltöner widmet sich der Wiedergabe der Mitten und Bässe. Beim Play:1 handelt es sich um einen Mono-Lautsprecher, der sich aber mit einem Gegenstück zu einem Stereopaar kombinieren lässt. Ferner kann er in ein bereits vorhandenes Sonos-System eingebunden werden und zum Bestandteil eines Multiroom-Systems werden.

Außer dem notwendigen Stromanschluss besitzt der Play:1 noch einen Ethernet-Port. Weitere Anschlüsse sind nicht vorhanden. Musik kann aus verschiedenen Quellen auf dem Lautsprecher abgespielt werden: Entweder man spielt bereits vorhandene Musik von seinem Smartphone oder Tablet ab oder man nutzt einen der unzähligen Streaming- und Radiodienste, die Sonos im Programm hat. An dieser Stelle wird man bei Sonos definitiv nicht enttäuscht, denn die Auswahl ist riesig. Ob Spotify, Tidal, Apple Music, TuneIn oder kleinere, aufstrebende Dienste – Sonos hat sie (fast) alle. Auf diese Weise steht einem praktisch die gesamte Musikwelt zur Verfügung. Sämtliche gängigen Audioformate wie MP3, WMA oder AAC werden selbstverständlich ebenso unterstützt. Die WLAN-Funktion läuft über den heimischen Router oder über das sichere, exklusive Netzwerk SonosNet, das einen uneingeschränkt guten Empfang garantiert.

So funktioniert der Play:1

Die Installation erfolgt mit der App und gestaltet sich wunderbar unkompliziert. Je nachdem, ob schon weitere Sonos-Geräte vorhanden sind, wird der Play:1 ins System integriert oder neu eingerichtet. Viel ist wirklich nicht zu tun: Man drückt eine Tastenkombination, nimmt einige wenige Eingaben vor und nach 2-3 Minuten ist alles erledigt und der Speaker betriebsbereit. Genauso einfach ist die weitere Steuerung per App und der Umgang damit macht immer wieder aufs Neue Spaß, da alles absolut reibungslos funktioniert und außerdem ansprechend designt ist. Ist das jeweilige Device zur Steuerung einmal nicht in Reichweite, nutzt man die Tasten oben auf dem Lautsprecher, um die Musik lauter oder leiser zu stellen und zu pausieren und wieder zu starten. Um zum nächsten Track zu wechseln, drückt man die Play-/Pausetaste zweimal.

Mit Trueplay haben iOS-Nutzer die Möglichkeit, den Sound ihres Play:1 (oder jedes anderen Sonos-Lautsprechers) an die räumlichen Bedingungen anzupassen. Über das Mikrofon des iPhones oder iPad untersucht die App den Raum hinsichtlich seiner akustischen Eigenschaften. Um Trueplay einzusetzen, folgt man den Instruktionen eines kurzen Erklär-Videos. Dabei durchschreitet man mit seinem Phone oder Tablet das Zimmer, in dem der Speaker steht und imitiert die im Video gezeigten Bewegungen. Anschließend passt der Lautsprecher seinen Klang an seinen Standort an, sodass man das bestmögliche Klangergebnis erhält.

So klingt der Play:1

Von der geringen Größe sollte man hier keinesfalls auf die Soundqualität schließen. Irgendwie hat Sonos es geschafft, dass der kleine Speaker nicht nur richtig Power hat, sondern auch noch sehr ausdifferenziert und klar klingt. Das Verhältnis zwischen Höhen, Tiefen und Bass ist ausgewogen, sodass Stimmen wie Instrumente originalgetreu wiedergegeben werden und auch die Tiefen nicht zu kurz kommen. Im Gegenteil, manchmal hat uns der Play:1 regelrecht überrascht, indem er richtig tief dröhnende Bässe ausspuckt.

Dreht man die Lautstärke sehr weit auf, kommt der Mini-Lautsprecher dann doch an seine Grenzen und übersteuert stark. Er ist eben für kleinere bis mittelgroße Räume konzipiert und da liefert er beste Ergebnisse. Klar sein sollte auch, dass es ein Mono-Speaker ist, wobei anzumerken ist, dass der Sound nicht nur frontal, sondern auch seitlich ausgesendet wird. Für einen einzelnen Lautsprecher dieser Größe ist das Klangbild daher schon recht breit. Wer mehr möchte, stellt sich zwei Play:1 auf und genießt einwandfreien Stereoklang. Für viele Musikliebhaber ist das sicher eine optimale und relativ kostengünstige Option.

Unser Fazit zum Play:1

Wir waren positiv überrascht von dem Kleinen aus der Sonos-Reihe. Eine derartige klangliche Leistung erwartet man beim Anblick des Speaker einfach nicht. Mit seinem handlichen Format lässt er sich überall unterbringen und auch schnell mal an einen anderen Platz stellen. Zudem ist die Sonos-Software gut durchdacht und läuft ohne Probleme. Voll aufdrehen kann man die Lautstärke zwar nicht, ohne dass der Sound leidet, aber in normaler Lautstärke gibt es nichts zu beanstanden.