Raumfeld Stereo Cubes – kleiner können Stereo-Boxen kaum sein

Super kompakt präsentiert sich dieses Boxen-Paar von Raumfeld. Die Würfelform macht optisch was her und wer eine Stereo-Lösung haben möchte, die möglichst wenig Platz einnimmt, sollte sich die Stereo Cubes unbedingt einmal ansehen beziehungsweise probehören. Wir haben das bereits getan und stellen die kleinen WLAN Speaker im Folgenden vor.

Optik und Verarbeitung der Stereo Cubes

Das Design ist betont reduziert und wirkt gerade dadurch sehr edel, in Schwarz gleichermaßen wie in Weiß. Zum Eyecatcher werden die Würfel vor allem durch ihre Form. Auch die bei Raumfeld übliche Metallleiste im unteren Bereich der Boxen trägt zur ansprechenden Optik bei. Alles ist minimalistisch gestaltet, von der Stoffbespannung über die Gummifüße bis zu den Reglern – kein unnötiger Design-Schnickschnack. An der Verarbeitung gibt es nichts auszusetzen.

Das Set besteht aus einem Active Speaker, Master genannt, und einem Passive Speaker namens Slave. Der Master enthält die Elektronik, alle Anschlüsse an der Rückseite und die Regler und Kontroll-Lämpchen auf der Metallleiste an der Frontseite. Im Gegensatz zu den beiden anderen Stereo-Funklautsprechern von Raumfeld, Stereo M und Stereo L, wird die Lautstärke hier über eine Taste statt einen Drehschalter geregelt. Daneben findet sich der An-/Aus-Knopf und das war’s auch schon.

Merkmale und Fakten der Sound-Würfel

In Höhe, Breite und Tiefe messen die Klangwürfel je 19,5 cm. Der Master wiegt 4 kg, der Slave 3,5 kg. Die maximale Leistungsaufnahme liegt bei 175 Watt und im Stand-by-Modus bei erfreulich niedrigen 0,4 Watt. Ein Hochtöner mit einem Durchmesser von 2,8 cm und ein 13 cm großer Tiefmitteltöner sind für den Klang verantwortlich. Der integrierte Verstärker hat mit 160 Watt ordentlich Power. Auf der Rückseite der Master-Box befinden sich Anschlüsse fürs LAN und für einen USB-Stick sowie ein Cinch-Eingang für die analoge Nutzung und der Ausgang für das Klinkenkabel, mit dem beide Boxen miteinander verbunden werden.

Die unterstützten Formate, darunter MP3, WMA und AAC, lassen die meisten Nutzer vermutlich nichts vermissen. Was die Streaming-Dienste angeht, ist das Angebot auch gut und umfasst Spotify, Napster und Konsorten. Allerdings gucken Apple-User bei Raumfeld in mancher Hinsicht in die Röhre, denn Apple Music wird ebenso wenig unterstützt wie Air Play.

So funktionieren die Stereo Cubes

Der Active Speaker und der Passive Speaker werden mittels 6,3 mm Klinkenkabel aneinander gekoppelt. Damit ist der erste Schritt getan. Der zweite besteht im Drücken des Setup-Knopfes und schon kann die Konfiguration anhand der App beginnen. Die App leitet nacheinander durch die einzelnen Schritte, sodass eigentlich nichts schiefgehen kann. Innerhalb weniger Minuten sind die WLAN Lautsprecher bereit, Musik aus der gewählten Quelle wiederzugeben.

Anders als das Boxen-Paar Stereo M von Raumfeld bieten die Stereo Cubes nicht die Option, Lieblings-Streams einzuprogrammieren, sodass sie direkt am Lautsprecher ausgewählt werden können. Es wird also zum Musikhören immer ein externes Gerät, sprich ein Smartphone, Tablet, PC oder auch CD-Player, benötigt. Ob man das als Nachteil empfindet, ist wohl eine Frage der persönlichen Gewohnheiten – wer sein Phone ohnehin immer bei sich hat, wird sich kaum daran stören.

So klingen die Raumfeld Stereo-Würfel

Der Sound ist kraftvoller und voluminöser als man beim Anblick der Würfelchen vermuten würde. Große Speaker bedeuten eben nicht automatisch guten Sound und kleine Boxen liefern oft überraschend gute Ergebnisse. Und dennoch, bei der Bewertung des Klangs kann man die Größe der Funklautsprecher nicht komplett außer Acht lassen. Im Fall der Stereo Cubes bedeutet das: Einen makellosen Sound produzieren diese kompakten Würfel nicht.

Jedoch besteht innerhalb der App die Möglichkeit, Klangeinstellungen vorzunehmen. Mit diesem Equalizer lässt sich der Sound ganz gut anpassen, je nach Musik, Raum und persönlichem Hörempfinden. Leider bestehen dennoch gewisse Mängel. Klang ist natürlich eine subjektive Angelegenheit und zudem kommt es darauf an, welche Musik man über die Boxen laufen lässt. Daher können wir hier nur unseren Eindruck vermitteln. Uns fehlt es bei den Stereo Cubes an Bässen. Da hatten wir einfach etwas mehr erwartet. Beim Testhören verschiedener Musikstile hatten wir das Gefühl, jedesmal die Klangeinstellungen zu müssen, um das gewünschte Resultat zu erhalten, was nervig und wenig praktikabel ist. Schlecht ist der Gesamteindruck trotzdem nicht, aber ganz überzeugt sind wir auch nicht.

Unsere Meinung

Die Optik der Stereo Cubes gefällt, wie eigentlich bei allen Raumfeld-Boxen. Design und Verarbeitung hat der Hersteller 100%ig drauf, keine Frage. Unsere Kritik bezüglich des Klangs haben wir im letzten Abschnitt dargestellt. Insbesondere die ganz tiefen Bässe vermissten wir beim Hören, obwohl der Tiefmitteltöner gar nicht mal so klein ist. Darüber hinaus ist zu sagen, dass die Lautstärke-Regelung mit der Taste zwar solide gelöst ist, wir aber einen Drehknopf, wie er am Stereo M und L zu finden ist, bevorzugen würden.